FAHRBERICHT
500 km im VW ID. Polo: Große Testfahrt im kleinen Stromer
25.09.2026, 06:13 Uhr
Mit dem neuen ID. Polo muss Volkswagen zeigen, weshalb man sich trotz chinesischer Discount-Konkurrenz auch in Zukunft noch für einen VW entscheiden sollte: Ist der vollelektrische Kleinwagen-Klassiker hochwertig, solide, sympathisch und trotzdem Preis-Wert? Die ersten 500 km sind vielversprechend!
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Funktional, ergonomisch und sympathisch – das Cockpit des ID. Polo
Klare Cockpitstruktur mit stoffbespanntem Armaturenträger und aufgesetztem Instrumentendisplay sowie 12,9-Zoll-Zentraldisplay. Tasten zur Klimabedienung, großes Ladeschalen- und Ablagefach für Smartphones, breite Mittelkonsole mit Cupholdern und USB-C-Ladebuchsen sowie Drehknopf für Audio-Lautstärke. Bedientasten auf den Lenkradspeichen mit definiertem Druckpunkt, bewährte Bedien-Logik ohne zweifelhafte Experimente. Die „Innovision Pro“-Sonderausstattung bietet IDA-Sprachbedienung und Echtzeitnavigation mit spurgenauer Darstellung und erweiterten 3D-Stadtmodellen. Zusätzlich kann das System Informationen zu Reichweite und Ladestellen anzeigen. Android Auto oder Apple CarPlay verbinden sich serienmäßig.
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Positiv
Gutes Raumangebot, hervorragend abgestimmtes Fahrwerk und starker Charakter: Der „Retro-Skin“ für die Instrumente ist ein guter Fingerzeig – mit dem ID. Polo bringt VW fast vergessene Tugenden zurück, der Neue dürfte alten VW-Fans sofort sympathisch sein. Das Raumangebot ist ausgezeichnet, der Kofferraum eignet sich selbst für den Urlaub einer Kleinfamilie. Das Fahrwerk verbindet ausgewogenen Komfort mit flüssigem, freundlichem Handling.
Negativ
Kein Frunk fürs Ladekabel, 25.000 Euro Einstiegspreis nur für die kleine Batterie: Die konsequente Auslegung auf eine Frontmotor-Konfiguration füllt den Vorderwagen des ID. Polo satt, für einen praktischen Frunk blieb da kein Platz mehr. Dass der VW mit großem 52-kWh-Akku die magische 30.000-Euro-Grenze reißt, war zu erwarten, ist aber trotzdem schade.
(…) Fazit:
Bei Volkswagen kriselt es gewaltig, da kommt der neue ID. Polo gerade recht. Mit schnörkellosem Design, hoher Wertigkeit, kompromisslos guter Funktionalität und Ergonomie knüpft er an alte VW-Tugenden an. Für viele Elektro-Auto-Skeptiker:innen könnte dieser klassenlose Kleinwagen von altem Schrot und Korn vielleicht sogar Einstiegsdroge ins mühelose und bezahlbare E-Auto-Fahren sein. Wenn in Wolfsburg so instinktsicher weitergedacht wird, muss man sich keine Sorgen um die deutsche Traditionsmarke machen – derart punktgenau auf gute Markenwerte einzahlende Autos gibt es auch anderswo nur selten. Und schon gar nicht aus China. Digitale Discount-Blender mit Wegwerfcharakter sind eben doch nicht die Zukunft des Automobils.